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  • Widerstand gegen den Hauskauf des Landhauses "Gerhus" durch Jürgen Rieger in Faßberg 2009
  • Widerstand gegen Nazitreffen auf dem Hof von Landwirt Joachim Nahtz in Eschede 2011

Willkommen auf unserer Webseite

© Rido - Fotolia.comWir stellen uns vor

Das Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus existiert seit dem Jahr 2000.

Anlass der Gründung waren u. a. die zunehmenden Aktivitäten der in Celle bis heute bestehenden Nazi-Kameradschaft, eine der aktivsten Neonazi-Kameradschaften Niedersachsens. Das Forum setzt sich zusammen aus interessierten Vertreterinnen und Vertretern diverser Organisationen (DGB, SPD, Die Grünen, Die Linke, Buntes Haus, Arbeitskreis Ausländer, VVN-BdA, usw.) sowie Einzelpersonen. Weiterlesen »


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Mittwoch, 09. August 2017

Geschrieben von: Celler Forum am .

Bürgerliche Scharfmacher

Eine soziale Bewegung von rechts hat das bundesdeutsche Koordinatensystem verändert.
Das Sag- und Wählbare wurde von einer Neuen Rechten weit nach rechts geöffnet. Erstmals seit Kriegsende gibt es wieder eine deutschlandweite rechte Bewegung, deren Mitglieder sich auch aus der gutbürgerlichen Mitte der Gesellschaft rekrutieren. Sie haben keineswegs nur Geflüchtete zu ihren Gegnern erklärt. Ihre Parole "Merkel muss weg" steht dabei für mehr: es wird das ganze politische System infrage gestellt. Der neuen Bewegung von rechts mit ihren völkisch-nationalistischen Gesellschaftsvorstellungen geht es um eine grundsätzliche Veränderung des bundesrepublikanischen Modells.
Das Buch „Bürgerliche Scharfmacher“ des Rechtsextremismusexperten und taz-Journalisten Andreas Speit ist die erste große Gesamtdarstellung einer neuen politischen Bewegung, die das gesellschaftspolitische Klima Deutschlands in einer Weise verändert, wie man es noch vor Kurzem  für kaum mehr möglich hielt. Es porträtiert die wichtigsten Akteure und Organisationen der Neuen Rechten, beschreibt ihre ideologischen Profile, Handlungsweisen und Strategien und benennt die im Hintergrund operierenden Netzwerke und Gruppierungen sowie ihre zentralen Ziele.

Veranstalter sind der Arbeitskreis Ausländer, das Diakonisches Werk Celle sowie das Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!

Der Eintritt ist frei.

Kein Zutritt für Mitglieder und Sympathisanten von Parteien oder Gruppierungen der extremen Rechten, Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

Flyer:




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Gedenken an Peter Deutschmann

Geschrieben von: Celler Forum am .

Donnerstag, 10.08.2017, 18.00 Uhr, Eschede, An der Kirche

Heute vor 18 Jahren starb Peter Deutschmann. Er wurde in Eschede von Escheder Neonazis getötet.

Am 09.08.1999 wurde Peter Deutschmann von zwei Escheder Neonazis in seiner Wohnung überfallen und so misshandelt, dass er am folgenden Tag an den Folgen verstarb.
Peter Deutschmann hatte sich damals verbal gegen das „Skinhead-Getue“ der beiden Escheder Neonazis Marco Siedbürger und Johannes Kneifel zur Wehr gesetzt. Das reichte aus, um dafür totgeschlagen zu werden!
Aus Wut über die Kritik an ihrem neonazistischen Gehabe verschafften sich die beiden Täter Zutritt zu Peter Deutschmanns Wohnung, traten und schlugen auf den 44-Jährigen ein, misshandelten ihn mit Glasscherben. Sie zertrümmerten seinen Kehlkopf und fügten ihm zahllose Schlag- und Schnittverletzungen zu. Um zu verhindern, dass Peter Deutschmann Hilfe holt, zerstörten sie das Telefon. Dann verschwanden sie und ließen das Opfer stark blutend und schwer verletzt zurück. Als Nachbarn Stunden später die Hilferufe hörten, kam jede Rettung zu spät. Peter Deutschmann starb im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Das Landgericht Lüneburg verurteilte im Januar 2000 beide Täter wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu einer fünfjährigen Jugendstrafe; einen politischen Hintergrund wollte es nicht erkennen.
Die Bunderegierung bestätigte einen Monat später, im Februar 2000, dass es sich bei der Tötung von Peter Deutschmann um ein vollendetes Tötungsdelikt mit fremdenfeindlicher Motivation handelte.

Wir wollen am 10.08.2017 Peter Deutschmann gedenken und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass Neonazis immer noch Menschen bedrohen, verprügeln und töten. Wir wollen, dass Menschen hinschauen, wenn sich menschenverachtendes Reden und Handeln breit macht und Fremdenfeindlichkeit als wirkliche Probleme erkannt und nicht kleingeredet werden.