• banner
  • banner2
  • Widerstand gegen den Hauskauf des Landhauses "Gerhus" durch Jürgen Rieger in Faßberg 2009
  • Widerstand gegen Nazitreffen auf dem Hof von Landwirt Joachim Nahtz in Eschede 2011

Willkommen auf unserer Webseite

© Rido - Fotolia.comWir stellen uns vor

Das Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus existiert seit dem Jahr 2000.

Anlass der Gründung waren u. a. die zunehmenden Aktivitäten der in Celle bis heute bestehenden Nazi-Kameradschaft, eine der aktivsten Neonazi-Kameradschaften Niedersachsens. Das Forum setzt sich zusammen aus interessierten Vertreterinnen und Vertretern diverser Organisationen (DGB, SPD, Die Grünen, Die Linke, Buntes Haus, Arbeitskreis Ausländer, VVN-BdA, usw.) sowie Einzelpersonen. Weiterlesen »


Drucken

Eschede, 28.09.2019

Geschrieben von: Celler Forum am .

Demonstration

gegen rechtsextreme Brauchtumsfeier mit Zwischenkundgebung in Sicht- und Hörweite des Gehöfts des NPD-Landesverbands in Eschede
Samstag, 28.09.2019, ab 14.00 Uhr



Jahrelang fanden auf dem Hof des NPD-Aktivisten Joachim Nahtz (Eschede) Neonazi-Treffen statt. Besonders die „Sonnwendfeiern“ und das „Erntefest“ haben schon eine lange Tradition. Die Neonazis bezeichnen diese Feste als „Brauchtumsfeiern“. Ihr eigentliches Ziel ist es aber, auf diesen Zusammenkünften der norddeutschen Neonazi-Szene Kontakte zu pflegen, Termine abzusprechen und neue Aktionen vorzubereiten. Somit sind diese „Brauchtumsfeiern“ alles andere als harmlos.

Ab diesem Jahr finden diese Nazitreffen nicht mehr auf dem Gelände einer Privatperson statt. Wie wir im Juni erfahren mussten, gehört nun der Hof dem NPD-Landesverband Niedersachsen. Dies ist ein wesentlicher Grund mehr, die Demonstration nicht wieder knapp zwei Kilometer entfernt vom Hof durchzuführen. Wir wollen laut und deutlich darauf hinweisen, was auf dem ehemaligen Hof Nahtz passiert. Und wir wollen direkt vor dem Gelände des NPD-Landesverbands Niedersachsen protestieren um den Nazis deutlich zu zeigen, dass wir mit dem, was dort vorgeht überhaupt nicht einverstanden sind.

Treffpunkt: Eschede, nördlich des Bahnhofs, Rondell Hermannsburger Straße

Demonstration vom Bahnhof zur Kreuzung Zum Finkenberg / Am Dornbusch auf der Hermannsburger Straße, dort findet die erste Zwischenkundgebung statt.

Weiter geht’s auf der Straße Zum Finkenberg bis zum Gelände des NPD-Landesverbands Niedersachsen, Zum Finkenberg 1, Eschede. Auf einer dort stattfindenden Zwischenkundgebung werden wir in Sicht- und Hörweite unseren Unmut da äußern, wo er hingehört: direkt bei den Nazis.

Dann geht es zurück zur Kreuzung Zum Finkenberg / Am Dornbusch auf der Straße Zum Finkenberg, wo eine weitere kurze Zwischenkundgebung stattfindet.

Anschließend führt die Demonstration auf der Hermannsburger Straße zurück zum Bahnhof, dort wird die Veranstaltung beendet.


Wir werden direkt vor Ort, also in Sicht- und Hörweite der Nazis, ihnen deutlich mitteilen, dass wir ihre Haltungen und ihre Handlungen absolut ablehnen.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Schluss mit den Nazitreffen!

Drucken

Nahtzhof an NPD verkauft

Geschrieben von: Celler Forum am .

Pressemitteilung des Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus

"Wir müssen hellwach sein“, sagte der Escheder Bürgermeister Günter Berg. Recht hat er! – Bloß warum so spät? Seit Februar ist klar, dass die NPD den Hof kaufen wird/will. So ein Verkauf beschäftigt viele Behörden und nicht zuletzt auch die betroffene Gemeinde. Was genau ist also wirklich versucht worden und warum haben die „Anstrengungen“ der Behörden nichts gefruchtet? Wurde versucht, sich ein Vorkaufsrecht zu sichern? Wenn das so war, woran ist es gescheitert? Wurde Hilfe gesucht z.B. beim Beauftragten für Immobiliengeschäfte mit rechtsextremistischem Hintergrund des Ministerium für Inneres, Sport und Integration oder bei anderen Kommunen, die ein ähnliches Problem haben / hatten? Und warum wurde das, wenn es so war, nicht öffentlich kommuniziert und damit ein umfangreicher Bürgerprotest initiiert? Warum müssen wir erst aus der Zeitung erfahren, dass alles schon gelaufen ist und mit den lapidaren Worten „dass es irgendwann einen Eigentümerwechsel geben wird, war anzunehmen“ (O-Ton Günter Berg in der CZ vom 22.6.19) abgespeist werden?. Ist den beteiligten Entscheidungsträgern eigentlich klar, was dieser Verkauf bedeutet? Die NPD braucht einen „sicheren“ Veranstaltungsort, sucht schon seit langem und ist endlich fündig geworden. Neben den bisherigen Brauchtumsfeiern und quasi „Vernetzungstagungen“, kann jetzt ohne größere Vorankündigung oder Anmeldung jederzeit alles Mögliche durchgezogen werden. Einer legitimierten Indoktrination steht mit diesem Immobilienerwerb nichts mehr im Weg. Vor Jahrzehnten haben viele von uns gegen das Schulungszentrum der Nazis in Hetendorf 13 gekämpft. Teilweise haben wir dafür erhebliche persönliche Risiken auf uns genommen. Doch der Erfolg gab uns Recht. Hetendorf 13 ist Geschichte. Wir haben jeden Tag vor dem von der Kameradschaft 73 besetzten Hotel Gerhus in Gerdehaus gestanden, um dort eine Schulungszentrum der NPD zu verhindern. Auch das konnte dort verhindert werden. Und jetzt der Hof Nahtz.

Für uns als „Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“, das sich seit nunmehr 10 Jahren an diesen Nazitreffen auf dem Hof abarbeitet eine Horrorvorstellung. Schlimm genug, dass es den Nazis so leicht gemacht wurde und wird! Übel, dass die politischen Entscheidungsträger immer noch nicht begriffen haben, dass nur ein breiter Bürgerprotest Erfolge gegen Nazis möglich machen kann! Der Verkauf hätte doch mindestens behindert werden können, wenn die anstehenden Verhandlungen öffentlich gemacht worden wären. Oder muss die Präsenz von Nazis jedweder Couleur als „schicksalhaftes“ Ereignis hingenommen werden, nach dem Motto: die Gesellschaft rückt sowieso nach rechts, da spielen ein paar Nazis mehr auf dem ehemaligen Nahtz-Hof kaum eine Rollle? So ist der angerichtet Schaden durch diese „klammheimliche“ Verkaufsaktion beträchtlich, auch für die Gemeinde Eschede Wir als „Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“ fordern daher die zuständigen Behördenvertreter auf, mit allen Mitteln dafür zu sorgen, dass auf dem Hof Nahtz kein Umbau zu einem Schulungszentrum stattfinden kann und den „Neubesitzern“ die Nutzung ihre Immobilienerwerbs so schwer wie möglich gemacht wird Für Eschede sollte ein Zeichen gesetzt werden: für ein solidarisches „Aufstehen gegen Rechts“! Gelegenheit für Bürgermeister, Kreistag und Herrn Wiswe endlich öffentlich aktiv zu werden und dieses Fiasko zu erklären.

Für das „Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“ am 26.6.19,
v.i.S.d.P. Klaus Jordan“